Die Erste Hilfe beim Training
Ein kleiner Einblick in die Erste Hilfe bei Trainingsunfällen.

Denkt bitte daran: Wir sind keine Ärzte!

Dieses Skript soll euch lediglich helfen zu erkennen, wie man mit einfachsten Mitteln helfen kann.
© S. Schnieber

 

  • Es werden Verletzungen, Bilder, Erklärungen vom Schädel bis zu den unteren Extremitäten aufgelistet.
  • Es folgt erst eine kleine anatomische Einleitung um die Verletzungen zu verstehen und warum man so Handeln sollte.
  • Es werden selbstverständlich nur trainingsrelevante Punkte angesprochen.
  • Die lateinischen Wörter werden in Klammern und in Rot geschrieben.
  • Einige Bilder werden nummeriert sein, die einzelnen Erläuterungen werden dann näher beschrieben.
  • Alle Beschreibungen zur Ersten Hilfe sind ohne Gewähr!!!

Wenn sich etwas ändern sollte, werden natürlich die Aktualisierung sofort eingefügt.

 

Der Schädel

Wie die Ansicht zeigt, umgibt das Großhirn nur eine dünne aber sehr harte Schädeldecke.

Einige wichtige Strukturen sind im Einzelnen sehr schnell und einfach erklärt.

 


 

 

Verlängertes Rückenmark

(Medulla oblangata)

Es reguliert unter anderem die Atemfunktion.
Wie Ihr seht stehen in direkter Nachbarschaft die Wirbelkörper.
Bei sehr harten Schlägen oder Tritten gegen den Nackenbereich kann es also zum Atemstillstand, zu einer Querschnittslähmung (hoher Querschnitt)  oder zum Tode kommen.


 

Das Nasenbein

( Os nasale )

Das Nasenbein ist komischerweise das Angriffsziel schlecht hin.
Wie man erkennen kann, ist es ein sehr dünner Knochen, der bei einer schon leichten Gewalteinwirkung brechen (Fakturieren) kann.
Die Gefahr ist jedoch bei gezielten von unten kommenden Treffern, dass der Knochen sich in das Hirn bohrt und den sofortigen Tode herbei führen kann.
Also Vorsicht beim Training.

 


Darstellung des Rückenmarkes im Nackenbereich.

Erste Hilfe bei Rückenmarks- oder Wirbelverletzungen.

Schnelle und sachgemäße Hilfe bei o.g. Verletzungen ist von ausschlaggebender Bedeutung für die Prognose. Es sind folgende Richtlinienen ( nach Guttmann ) zu beachten:

  • Der Verletzte darf sich nicht bewegen.
  • Wenigstens drei, besser aber vier oder fünf Helfer sind notwendig, um den Verletzten zu tragen, wobei alle Bewegungen der Helfer gleichsinnig und gleichzeitig ablaufen müssen.
  • Wenn möglich, sollte der Verletzte auf dem Rücken gelegt bzw. gedreht werden. Bei Verdacht auf Wirbelfraktur im Halsbereich soll ein Helfer den Kopf unter gleichem Zug etwa in Mittelstellung zur Achse des Körpers halten; auf keinen Fall darf der Kopf nach vorne geneigt werden!!
  • Der Transport von Patienten mit Wirbelfrakturen hat auf einer harten Unterlage zu erfolgen. Bewährt haben sich die vom Rettungswagen mitgeführten Vakuummatratzen. Da noch nicht alle Krankentransporte  derartige Matratzen mitführen, sollte bei der Alarmierung des Krankenwagens auch eine derartige Vakuummatratze angefordert werden!!!
  • Mit der Gabe von Schmerzmedikamenten sollte wegen der Verschleierung eventueller Mitverletzungen zurückhaltend verfahren werden.
  • Sachgemäßer Transport ist wichtiger als schneller Transport!!!