Modern Self Defence beim A.S.B Kreisverband Northeim/Osterode in Nörten Hardenberg

29 Okt

Förderung des Teamgeistes und des Selbstvertrauen

Dem Ruf Ihrer Mitarbeiter nach mehr Sicherheit im Berufsleben kamen die Geschäftsführerin Iris Knecht und  Sozialpädagogin Cristina Rohrig des ASB Nörten Hardenberg nach. Die Mitarbeiterinnen des dortigen Pflege- und Rettungsdienstes sind  durch die zunehmende Gewaltbereitschaft die sie bereits auch selbst erlebten, verunsichert und verängstigt. Aber auch Berichte aus den Medien über Angriffe auf Pflege und Rettungspersonal  verunsichern unsere Mitarbeiter ebenfalls erklärte Frau Rohrig vom ASB. Auch müssen unsere Pflegekräfte  bei Hausbesuchen  unübersichtliche Wege und unbeleuchtete Plätze nutzen um die Hausbesuche  gewährleisten zu können. Gerade in der dunklen Jahreszeit hat so mancher dabei ein mulmiges Gefühl.

Auch den richtigen Einsatz der Faust wurde den Teilnehmerinnen gezeigt
Großmeister Martin Wietschorke demonstriert eine Abwehrtechnik mit dem Schlüsselbund gegen einen Würgeangriff

Durch Empfehlungen  verschiedener Behörden und auch  durch Berichte aus der Zeitung  wusste man  vom M.S.D.O. Großmeister Martin Wietschorke und nahm Kontakt zu ihm auf. Wietschorke hat viel Erfahrung mit der Selbstverteidigung  bei Behörden und anderen Institutionen , da er diese seit Jahren in Moderner Selbstverteidigung mit viel Erfolg unterrichtet. Wietschorke berücksichtigt dabei die Belange und Verhältnismäßigkeit der einzelnen Berufsgruppen, versucht  aber auch die reine Selbstverteidigung diesen Personenkreisen nahezubringen. Auf Anfrage stimmte Martin Wietschorke  einer Ausbildung in moderner Selbstverteidigung  für die ASB Mitarbeiter sofort  zu. Da die Nachfrage so groß war und die Organisatoren und die Geschäftsleitung des ASB Nörten  die Möglichkeit der Teilnahme auch dem Schichtdienst  geben wollten  wurde  an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen  M.S.D. ( Modern Self Defence ) trainiert. Zusammen mit einem speziell ausgebildeten Trainerteam des M.S.D.O. Ausbildungszentrum und der Unterstützung durch dem  M.S.D.O. Landestrainer von Baden Württemberg Michael Babsia  wurden die Teilnehmerinnen vom Northeimer M.S.D.O. Großm

eister in  die Moderne Selbstverteidigung eingewiesen. Da die Trainer aus beruflichen  Gründen oder aus besonderen Einsätzen  über reale Erfahrungen in Konflikt – und Kampfsituationen verfügen  empfanden die Teilnehmerinnen das Training auch als sehr realistisch. Wietschorke erklärte  dabei. „wer noch niemals Angst gehabt hat kann auch nicht vermitteln das Angst zum Kampf gehört. Angst ist der beste Bodyguard und lässt  Person achtsam und vorsichtig erscheinen. Jedoch muss die eigene  Angst oder die sogenannte Hemmschwelle überwunden werden um eine Aktion ausführen zu können.

Landestrainer Baden Würtemberg Michael Babsia trainiert mit einer Teilnehmerin die Verteidigunstechnick in und aus der Bodelage
Mark Bretthauer 3.DAN MSD trainiert mit einer Teilnehmerin den Kniestoß aufwärts.

In diesem Zusammenhang erklärte  er auch den Notwehrparagraph und die Verhältnismäßigkeit der  Mittel. Danach erfolgte das  Schlag und Tritttraining am Mann. Das alle ihre Hemmschwelle in recht kurzer Zeit überwinden konnten stellten die Teilnehmerinnen bei diesem  Training, am männlichen Dummy, unter Beweis. Durch seine  lockere, humorvolle Unterrichtsmethode nahm Wietschorke den Teilnehmerinnen zusätzlich die Angst den Trainingspartner zu berühren. Von Berührungsängsten war da nichts mehr zu spüren. Nach dem Unterricht der MSD Basis oder auch Grundtechniken lernten die Teilnehmerinnen diese Grundelemente in komplette Abwehrtechniken zu  benutzen.. Wietschorke unterrichtete eine ganze Palette an Abwehrtechniken gegen die unterschiedlichsten Angriffe. Auch die Verteidigung aus der Bodenlage und die Verteidigung mit Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens  u.a. einem Schlüsselbund waren Inhalte des Lehrgangs.

Demo einer Verteidigungstechnik mit Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens.

Zum Abschluss des Lehrgangs bedankte sich der Northeimer Trainer für die hervorragende Einsatzbereitschaft der Teilnehmerinnen von beiden Samstagskursen. Wenn man sich  zur Verteidigung entschlossen hat muss man diese auch mit aller Konsequenz durchziehen. Halbherzigkeit provoziert nur den Täter. Und führt nicht zum Ziel .Denn auf der Straße gibt es keinen zweiten Platz. Ein weiterer Erfolg des gelungenen Events bestand darin, das der Teamgeist in den einzelnen Gruppen spürbar gestärkt wurde bedanke sich Frau Rohrig vom sozialen Dienst des ASB.

Wietschorke sprach auch seinem  Trainerteam Dank  für die Unterstützung aus. Die Teilnehmerinnen bedankten sich beim Northeimer Trainer und seinem M.S.D.O. Team mit einem ordentlichen Applaus.

Teilnehmerinnen vom ersten Teil des MSD Lehrgangs
Kampf in der Bodenlage
Handkantenschlag an Didi, genannt der Spieß
Nicht nur die Bauchmuskeln wurden gefordert